Der südamerikanische Dschungel beherbergt noch zahlreiche Pflanzen, der Nutzen für die Menschheit noch nicht ausreichend erschlossen wurde. Die Stevia rebaudiana ist ein typisches Beispiel. Die Staude besitzt das Potential den schädlich Kristallzucker nachhaltig zu ersetzen, wird aber bisher nur in den USA und Japan in großem Stil als Zuckeralternative genutzt. In Europa darf der Stevia-Süßstoff bisher nicht als Lebensmittelzusatz vertrieben werden, die einflussreiche Lobby der Zuckerindustrie konnte bisher die Markteinführung mit zweifelhaften Studien aufhalten. Früher oder später wird es jedoch zur Zulassung kommen, gut informierte Verbraucher nutzen schon jetzt die Vorteile der Stevia
Stevia – Vorteile gegenüber normalem Zucker
Aus den Blättern der Stevia wird ein potenter Stoff gewonnen: das Steviosid. Es süßt 30-mal stärker als der bekannte Haushaltszucker und kann einfach unter Nahrungsmittel und Getränke gemischt werden. Die Substanz hat einen geringen, leicht bitteren Eigengeschmack und wird von den meisten Konsumenten als wohlschmeckende Zuckeralternative angenommen. Die Substanz hat eine hohe Hitzestabilität und behält bis zu einer Temperatur von 200 Grad ihre volle Süßkraft. Sie eignet sich deshalb auch zum Backen oder zum Abschmecken heißer Getränke. Der Verzehr von Stevia hat keine zahnschädigende Wirkung, die Substanz bildet keine Säuren auf den Zahnoberflächen, ganz im Gegenteil, sie hemmt das Wachstum von Karieserregern und gilt als echtes Zahnpflegemittel.
In welcher Form wird Stevia angeboten?
Die Stevia ist hierzulande bisher nur als Pflanze oder in Form von Badezusätzen und Zahnpflegemitteln erhältlich. Als Lebensmittelzusatz darf sie aufgrund der noch fehlenden Zulassung nicht angeboten werden. Das ist nicht weiter problematisch, häufig ist es nämlich möglich die Stevia selbst auf der Fensterbank zu kultivieren oder den Inhalt des „Badezusatzes“ einfach zum Süßen zu verwenden.