Die Wurzeln der Deutschen Dogge kommen zweifelsfrei aus England. Im 16. Jahrhundert wurden von dort die starken und hochläufigen Doggen eingeführt, welche aus Kreuzungen des englischen Mastiffs mit dem irischen Wolfshund entstanden. Für die Eleganz der Dogge ist darüber hinaus die zusätzliche Einkreuzung des Windhundes verantwortlich. Obwohl bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts in Deutschland die Doggenzucht selbständig betrieben wurde, blieb der Name „Englischer Hund“ bis in das 19. Jahrhundert hinein bestehen. Die großen und starken Hunde wurden überwiegend als Bären-, Eber- und Hirschhunde an den Fürstenhöfen gehalten, die schönsten Tiere dienten auch als Leibhunde.
Wertvolle Jagdgehilfen
Durch ihre Kraft und Schnelligkeit waren die Doggen prädestinierte Jagdhunde. Mit ihrer Hilfe konnten Wildschweine und Bären auch ohne Waffen erfolgreich zur Strecke gebracht werden. Die Namen Saupacker und Hatzrüden stammen aus dieser Jagdzeit. Zu ihrem Schutz wurden die Doggen während der Jagd mit einem Panzer aus dick gefüttertem Stoff ausgestattet, welcher mit Fischbeinstäben an der Bauchseite verstärkt wurden. Als die Jagdbräuche sich im Laufe der Zeit änderten, wurde die Dogge immer mehr zum begehrten Liebhaberhund. Als Deutsche Dogge wurde das Tier Ende des 19. Jahrhundert zum Rassehund.
Rassestandard der Deutschen Dogge
Für Deutsche Doggen Züchter gelten die festgelegten Rassestandards, die für diese Hunderasse eine Mindestgröße bei Rüden von achtzig Zentimeter und bei Hündinnen von zweiundsiebzig Zentimeter vorschreiben. Die Deutsche Dogge ist nicht nur eine der größten Hunderassen, sie vereinigt in ihrer durchaus als edel zu bezeichnenden Gesamterscheinung den kräftigen Körperbau mit Stolz und Eleganz. Die perfekt proportionierte Linienführung und der ausdrucksstarke Kopf lassen die Dogge wie eine edle Statue auf jeden Betrachter wirken.