Nein, grundsätzlich ist ein Beamtenkredit kein eigenständiges Produkt und somit sind auch Beamtenkredite nicht zwangsweise eine Alternative zu anderen Darlehensformen. Im wesentlichen handelt es sich dabei um einen recht schwammigen Begriff, denn Beamtenkredite sind nichts anderes als bestimmte Darlehen, die von den betreffenden Kreditinstituten speziell an die Zielgruppe der Beamten ausgegeben werden und bestenfalls eine anderweitige Verzinsung besitzen. Dabei liegt der Grund für die günstigere Verzinsung regelmäßig nur in der Tatsache, dass Beamte ein geschütztes Arbeitsverhältnis besitzen und – zumindest bei einem Beamten auf Lebenszeit – nicht kündbar sind. Somit entfällt für das Kreditinstitut regelmäßig das Risiko eines uneinbringlichen Kredites, was sich dann eben in der vorteilhafteren Verzinsung niederschlägt. Grundsätzlich kann ein solches Darlehen aber auch von Angestellten des öffentlichen Dienstes genutzt werden, da auch diese oftmals nicht oder nur schwer kündbar sind.
Beamtenkredite oft das bessere Angebot zur Finanzierung
Man kann also nicht sagen, dass Beamtenkredite ein besonders gutes Finanzierungsmodell sind, denn auch das Gegenteil kann durchaus der Fall sein, wenn nämlich der betreffende Beamte an ein unseriöses Kreditinstitut gerät oder anderweitige Probleme auftreten. Der Begriff der Beamtenkredite ist grundsätzlich nicht geschützt. Somit kann also wirklich jedes Produkt mit diesem Prädikat versehen werden, ohne das es einen Vorteil gegenüber anderen Finanzprodukten besitzen würde oder auch nur ansatzweise auf die Bedürfnisse der Beamten zugeschnitten wäre. Das bedeutet, dass man dieser Darlehensform also einerseits nicht zu viel Bedeutung beimessen und sie andererseits auch nicht zu sehr loben sollte. Ob eine Finanzierung nämlich gut oder schlecht ist hängt von anderen Faktoren als dem Namen des Produktes ab.